Darmspiegelung

Es wurde Ihnen zur Abklärung der Beschwerden eine Spiegelung des Mastdarms = Rektoskopie empfohlen. Nach Erhalt Ihres Einverständnisses kann diese Untersuchung durchgeführt werden. Bei der Untersuchung wird ein starres Instrument in den Mastdarm eingeführt und dieser mit Luft entfaltet. Unter direkter Sicht können Veränderungen biopsiert werden oder auch Polypen abgetragen werden.


Wie ist eine Rektoskopie technisch möglich?

Über Glasfaserbündel wird Licht in ein starres Gerät gebracht. Über einen Blasebalg kann die Darmwand entfaltet und genau inspiziert werden. Ähnlich wie bei einer flexiblen Endoskopie können Gewebeproben entfernt und Polypen abgetragen werden.


Die wichtigsten Vorteile

Die Untersuchung ist schmerzlos, die Verabreichung einer Beruhigungsspritze ist nicht notwendig.
Hohe Aussagekraft wegen direkter, naturgetreuer und farbiger Betrachtung des Organs.
Schmerzlose Entnahme von Gewebe zur Untersuchung unter dem Mikroskop oder mittels Reagenzien.
Die Untersuchung wird ambulant in der Praxis durchgeführt.
Bei ev. vorhandenen Polypen können diese meist gleichzeitig entfernt werden.

Gibt es Nachteile oder Alternativen?

Nachteile:
Komplikationen sind dank dem steten technischen Fortschritt und der Erfahrung eines gut ausgebildeten Untersuchers äußerst selten geworden. Die routinemäßig durchgeführte Darmspiegelung gilt heute als ungefährliche Untersuchungsmethode.
Alternativen:
Das wäre die Untersuchung des Darms mittels Röntgen. Eine wesentliche Einschränkung gegenüber einer Spiegelung besteht darin, daß keine Gewebeproben entnommen und kein ev. vorhandener Polyp abgetragen werden kann. In bestimmten Fällen oder bei unüberwindbarer Abneigung gegenüber einer Untersuchung mittels Spiegelung kann auf diese Methode unbeschadet zurückgegriffen werden.


Wie bereiten Sie sich auf diese Untersuchung vor?

1. Die wichtigste Voraussetzung ist eine gute Entleerung des Darms vor jeder Darmuntersuchung.Bei der Rektoskopie ist die Vorbereitung meist mit einem deutlich geringerem Aufwand verbunden als bei einer Untersuchung aller Dickdarmabschnitte. Bitte halten Sie sich genau an die Anweisungen. Je besser Sie vorbereitet sind, desto rascher und aussagekräftiger kann die Untersuchung durchgeführt werden.

2. Informieren Sie uns über die Einnahme etwaiger Medikamente (z.B. zur Blutverdünnung), ev. Allergien auf Medikamete, eine mögliche oder gesicherte Schwangerschaft u.ä., da dies für die Untersuchung von Bedeutung sein kann.

3. Verzichten Sie auf die Mitnahme von Schmuck und Wertgegenständen. Je weniger Sie mithaben, desto weniger können Sie verlegen.

4. Wenden Sie sich an uns, wenn beim Durchlesen dieser Informationsschrift Unklarheiten auftreten sollten.


Wie geht eine Rektoskopie vor sich?

Eine Rektoskopie ist in der Regel völlig schmerzlos. Sie betrifft nur den Mastdarm und dauert rund 5-10 Minuten. In bequemer Seitenlage wird das starre Instrument eingeführt und langsam vorgeschoben, wobei gleichzeitig etwas Luft eingeblasen wird, um den Verdauungskanal zu entfalten. Dadurch entsteht gelegentlich ein leichtes Druck- und Blähungsgefühl.
Als einzige häufigere Nachwirkung der Spiegelung kann es zu leichten Blähungen durch die eingeblasene Luft kommen. Das Aufsuchen der Toilette und Ablassen der Luft nach der Untersuchung führen rasch zu einer Erleichterung.
Andere Nebenwirkungen (Blutung, Perforation etc.) sind äußerst selten und kommen meist nur im Rahmen der Abtragung breiter und ungünstig gelegener Polypen vor. Auf die Abtragung solcher ungünstiger Polypen wird aber bei einer ambulanten Untersuchung verzichtet, in diesen Fällen vereinbaren wir mit Ihnen eine stationäre Therapie.


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